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Am Montag startete der reguläre OGS-Betrieb: Betreuung im festen Klassenverband

Wer sein Kind in der OGS (Offene Ganztagsschule) angemeldet hat, kann sich freuen: Dort gilt seit Montag, 15. Juni, die regulären Betreuungszeiten. „Alle OGS-Kinder können wieder kommen. Die Notbetreuung ist beendet“, sagt Sarah Heidenreich-Strunk, bei der AWO-Tochter dobeq für die Betriebsleitung dieses Bereichs verantwortlich. An wenigen der 16 Grundschulen falle die Frühbetreuung weg, aber an allen Schulen habe man „gute, individuelle Lösungen“ gefunden. Für sie und ihre Kolleg*innen sei das „viel mehr Arbeit und ein großer, organisatorischer Aufwand“. Kein Wunder: Gilt es doch insgesamt 2200 Jungen und Mädchen außerhalb des Unterrichts zu betreuen.

„Die Kinder bleiben auch nach dem Unterricht in ihrem Klassenverband und in ihrer Klasse.“ Dort würde dann auch, je nach Schule, statt eines Mittagessens ein Snack, bestehend aus Obst und Gemüse, serviert, zusammengestellt von den OGS-Fachkräften. Dazu würden die Eltern Brote mitgeben. „Jede Klasse bleibt unter sich. Und wenn alle im Speisesaal Mittagessen bekämen, müssten wir manchmal in zwölf Schichten zu Tisch gehen. Das können wir nicht leisten“, sagt Heidenreich-Strunk. So habe man an jedem Standort für die knapp zwei Wochen bis zu den Ferien eine passende Lösung gefunden. Die Abstandsregeln innerhalb der Klassenräume seien aufgehoben, nur auf dem Flur im Begegnungsverkehr seien sie einzuhalten – von allen.

Die Betreuer*innen hätten in den letzten Tagen und Wochen schon viele Spiele und Bastelideen vorbereitet und entwickelt. Denn externe Anbieter*innen wie Vereine und Künstler*innen müssten draußen bleiben. Auch Fußball sei zumindest bis zu den Ferien gestrichen. Doch langweilig werde es den Kindern sicher nicht, verspricht Heidenreich-Strunk.

Das wird wohl auch für die Ferien gelten. Da sind alle Offenen Ganztagsschulen zu den für die jeweilige Schule üblichen Zeiten geöffnet. Auch hier gilt: Externe Anbieter*innen von Freizeitaktivitäten erhalten keinen Zutritt. Zudem sind Ausflüge wie in den Tierpark oder ins Planetarium gestrichen. „Da wissen wir nicht, wie wir mit 30, 40 Kindern die Hygieneregeln einhalten könnten.“ Dafür sind andere Angebote geplant. So wird an einer Schule ein Trommelprojekt beginnen. „Wir gucken schon, dass wir es den Teilnehmer*innen so richtig schön machen“, sagt Sarah Heidenreich-Strunk.

16.06.2020